Binäre Optionen: Das Wichtigste in Kürze

Mit Binären Optionen können professionelle Anleger kurzfristige Marktpotenziale ausnutzen und das sowohl in steigenden, fallenden sowie seitwärts tendierenden Märkten. Was den Handel charakterisiert und worauf zu achten ist, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Was sind Binäre Optionen?

Bei Binären Optionen handelt es sich um Termingeschäfte. Das bedeutet, dass jede Binäre Option auch ein Ablaufdatum hat. Grundsätzlich können Sie bei Binären Optionen auf Kursschwankungen setzen. Es handelt sich entsprechend um ein kurzfristiges Finanzinstrument, bei welchem kein Vermögenswert erworben wird. Vielmehr können Sie Binäre Optionen auf Indizes, Forex, Rohstoffe oder andere Anlageklassen ausüben, indem sie das Recht hierfür bei einem Broker erwerben. Unter anderem bietet der Broker Pocket Option den Handel von Binären Optionen für professionelle Anbieter an.

Je nachdem, ob Sie eine amerikanische oder europäische Option ausüben, verändern sich die Rahmenbedingungen. Während Ihre Schätzung bei amerikanischen Optionen innerhalb der Laufzeit eintreten muss, dürfte die Schätzung bei europäischen Optionen erst zum Ende der Laufzeit eintreten, um einen Gewinn zu erwirtschaften. Bei beiden Varianten gilt jedoch: Liegt der Zeitwert bei null, verfällt die Option wertlos.

Wer kann Binäre Optionen handeln?

Der Handel von Binären Optionen ist seit 2018 für Privatanleger innerhalb der EU verboten, so ein Urteil der ESMA. Die unabhängige Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde hat den Handel von Binären Optionen untersagt, da während des Handels zu hohe Verluste auf Privatseite eingetreten sind. Mangelnde Kenntnisse über die Finanzmärkte kann unter anderem ein Punkt für die hohen Verluste sein. Darüber hinaus sind Binäre Optionen jedoch auch hochspekulativ, da nur zwei Fälle eintreten können: Sie gewinnen oder Sie verlieren. Liegen Sie mit Ihrer Schätzung richtig, gewinnen Sie alles. Liegen Sie falsch, verlieren Sie Ihren vollständigen Einsatz.

Das macht das Trading so gefährlich. Aus diesem Grund ist der Handel von Binären Optionen innerhalb der EU nur noch professionellen Anlegern vorbehalten. Im EU-Ausland ist es jedoch weiterhin möglich, mit der Optionsart zu handeln. Hierfür muss jedoch auch ein entsprechender Wohnsitz im Ausland vorgewiesen werden. Anleger in der EU können als Alternative zu Binären Optionen auch CFDs, Optionen oder Knock-Out Zertifikate handeln. All dies sind Instrumente, mit welchen Sie kurzfristige Kursschwankungen für sich gewinnbringend ausschöpfen können. Ein erhöhtes Risiko gilt jedoch auch für diese Finanzinstrumente. Bei Anwendung von Orderzusätzen können Sie Trades jedoch nach oben und unten absichern und somit sicherer gestalten. Ein Restrisiko bleibt bestehen.

Binäre Optionen handeln: Die besten Strategien im Überblick

Wer Binäre Optionen über das Smartphone oder den WebTrader handelt, kann unterschiedliche Strategien verfolgen. Eine beliebte Strategie ist die Trendfolge. In diesem Fall können Trader mittels technischer Analysen Trends identifizieren und nutzen. Möglichkeiten der Chartanalyse geben hierfür die passenden Mittel an die Hand. Mittels Zeichenwerkzeugen und Indikatoren können Sie im Chart Trendkanäle und Widerstände ausfindig machen und so das Trading strategisch ausrichten. Das gibt Ihnen Anhaltspunkte dafür, wann ein Trend eintritt und wann dieser umschlägt. Den Trendkanal können Sie sowohl mit klassischen Anlageinstrumenten wie Aktien handeln als auch mit kurzfristigen Finanzinstrumenten wie CFDs oder Optionen.

Eine weitere Strategie ist die Volatilitätsstrategie. Voraussetzung für diese Strategie ist ein schwankender Markt, in welchem auch Seitwärtsbewegungen ausgenutzt werden können. Mithilfe von Charttechnik, aber auch fundamentaler Analysen können Sie ausfindig machen, wann der Kurs sich in die eine oder andere Richtung bewegt. Volatile Märkte haben den Vorteil, dass die hohen Schwankungen auch viel Raum für das Spekulieren auf Kursverläufe bieten und die Richtung der Kursverläufe keine Rolle spielt.

Zuletzt können Sie noch die Sicherheitsvariante wählen. In diesem Fall können Sie die Strategie als Absicherung für das eigene Portfolio nehmen. Halten Sie beispielsweise gerade eine Aktie, dessen Kurs stark fällt, können Sie eine Put Option auf diese auslösen. In diesem Fall setzen Sie darauf, dass der Kurs fällt und können die negative Marktlage im Portfolio ausgleichen.